​Wir bemühen uns um Ihre Zähne

Fortbildungen für den Arzt, freundliche und kompetente zahnmedizinische Assistentinnen, sowie technisches Personal sind selbstverständlich, um Ihnen Zahnmedizin auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand bieten zu können. Ideale Behandlungsergebnisse setzten ein reibungsloses Zusammenspiel voraus. Beginnend bei einer individuellen Therapieplanung, über die geeignete Materialwahl, bis zur zahntechnischen Herstellung. Bei uns können Sie sich darauf verlassen, dass nur Materialien höchster Qualität, in korrekter Verarbeitungsweise angewandt werden.

​Endodontie

​Zahnerhaltung durch moderne Wurzelbehandlung

Die Endodontie, also das Fach der Wurzelbehandlung, ist unser Spezialgebiet. Im Jahr 2007 wurde uns von der LZKH (Landeszahnärztekammer Hessen) der Tätigkeitsschwerpunkt "Endodontologie" verliehen. Um diesen zu erhalten, müssen eine große Anzahl von Fortbildungen und Prüfungen in diesem Bereich absolviert werden, die dem Patienten eine qualitativ hochwertige Wurzelbehandlung auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand garantieren.

Warum wird eine Wurzelbehandlung notwendig?
Im Inneren jedes gesunden Zahnes befindet sich das Zahnmark, bestehend aus Blutgefäßen und Nerven. Bei einer tiefen Karies oder wenn ein großes Stück des Zahnes abgebrochen ist, können Bakterien in das Zahnmark vordringen. Es kann zu einer mitunter sehr schmerzhaften Entzündung kommen, die das Gewebe zerstört. Dringen die Bakterien noch weiter vor, entsteht an der Wurzelspitze eine eitrige Entzündung, die sogar den Kieferknochen auflösen kann.  

Wie kann mein Zahnarzt helfen? 
Die einzige Möglichkeit, den erkrankten Zahn zu erhalten, ist die Wurzelbehandlung, auch endodontische Behandlung genannt. Dabei wird der Zahn von innen gereinigt, indem das erkrankte Gewebe entfernt wird und vorhandene Bakterien abgetötet werden. Anschließend wird die Zahnwurzel dicht gefüllt, damit keine weiteren Bakterien eindringen können. 

Welche Alternativen gibt es? 
Die einzige Alternative ist die Entfernung des betreffenden Zahnes. Der Verlust eines natürlichen Zahnes stellt jedoch immer einen Eingriff in die Lebensqualität dar. Eine prothetische oder implantologische Versorgung wird notwendig.  

Wie wird eine moderne Wurzelbehandlung durchgeführt?
Mit einer lokalen Betäubung kann zunächst sichergestellt werden, dass die Behandlung völlig schmerzfrei erfolgt.  

1. Schritt

  • Der Zahnarzt legt einen Zugang zum Zahninneren  
  • Kanalgänge werden vorsichtig ertastet  
  • Die Länge der Wurzelkanäle wird mit einer Röntgenaufnahme oder mit einem elektronischen Messgerät bestimmt  

2. Schritt

  • Die Kanäle werden mit modernsten, flexiblen Instrumenten aus einer Titanlegierung gereinigt. Mit diesen Instrumenten lassen sich sogar stark gekrümmte und sehr feine Kanäle behandeln  
  • Spülen der Kanäle reinigt zusätzlich und tötet Bakterien ab  
  • Anschließend trocknet man die Kanäle  

3. Schritt

  • Es gibt verschiedene Füllmethoden. Meistens werden die Kanäle mit Guttapercha, einem elastischen Naturmaterial gefüllt  
  • Bei der modernen „Thermafill" -Methode wird die Guttapercha, die an einem gewebeverträglichen Stift haftet, erwärmt. Dadurch wird sie fließfähig und verteilt sich gut im gesamten Wurzelkanal, sogar in den feinen Seitenkanälen  

Wie lange dauert die Behandlung?
Die moderne Behandlungsmethode ist wesentlich angenehmer und schneller. Dennoch kann eine Wurzelbehandlung eine Stunde und länger dauern. Ein Aufwand, der sich lohnt, um den eigenen Zahn zu erhalten. Je nach Besonderheiten kann es zu Abweichungen des hier beschriebenen Behandlungsablaufes kommen. 

Welche Vorteile bietet die moderne Behandlungsmethode? 
Die Behandlung ist schneller und wesentlich angenehmer. Das Zahninnere wird gründlich gereinigt. Selbst gekrümmte und schwierige Wurzelkanäle können mit dieser Methode behandelt werden. Mit den herkömmlichen Stahlinstrumenten und den bisher üblichen manuellen Techniken war dies in vielen Fällen nicht möglich. Die Wurzelkanäle sind dichter gefüllt. Dadurch wird einer erneuten Infektion besser vorgebeugt. Der natürliche Zahn kann somit über viele Jahre erhalten werden!

Wie sind die Erfolgsaussichten? 
Wie bei jeder medizinischen Behandlung kann niemand für einen hundertprozentigen Erfolg garantieren. Aber es bestehen sehr gute Chancen, dass der erkrankte Zahn durch eine moderne Endodontie-Behandlung über viele Jahre erhalten werden kann.  

Wie geht es nach der Wurzelbehandlung weiter? 
Oft ist eine laborgefertigte Restauration (z. B Krone) erforderlich, manchmal genügt auch eine Füllung.  

Einsatz eines Mikroskops in der Endodontie 
Das fälschlicherweise meist als „Wurzelkanal“ bezeichnete Wurzelkanalsystem eines Zahnes besteht tatsächlich aus einem Hauptkanal, der ähnlich einem Flussdelta viele Verzweigungen und Verästelungen hat. Da diese sehr klein sind und sich oft an mit dem bloßen Auge nicht einsehbaren Bereichen befinden, muss der Zahnarzt, um diese und andere Schwierigkeiten und Komplikationen zu bewältigen, ein Mikroskop verwenden. Dieses eröffnet ihm eine ganz neue und erweiterte Perspektive des Zahninneren und somit eine Palette von genaueren und somit erfolgversprechenderen Behandlungsmethoden. 

Prophylaxe

Schöne und gesunde Zähne ein Leben lang

Regelmäßige, professionelle Zahnreinigung ermöglicht es Ihnen Ihre eigenen Zähne bis ins hohe Alter schön zu erhalten. Speziell ausgebildete Fachkräfte reinigen Ihre Zähne dort, wo man selbst nicht hinkommt und zeigen wie man selbst zuhause die Zähne richtig pflegt. Die Professionelle Zahnreinigung ist eine Notwendigkeit und sollte 2 Mal im Jahr erfolgen. Sie sollten deshalb mindestens alle 6 Monate eine Behandlung machen lassen.

Mit modernen, schonenden Zahnreingungspulvern werden alle Zähne und Zahnzwischenräume von unschönen und schädlichen Belägen und Bakterien gereinigt. Individuell an den Patienten angepasst, werden Oberflächenversiegelungen zum Schutz gegen Bakterien, zur Fluoridierung oder gegen empfindliche Zähne aufgebracht. Dies gehört bei uns zu jeder Zahnreinigung dazu, damit der Erfolg der Zahnreinigung auch zu Hause unterstützt werden kann. 


Abrasionen, Erosionen

Starke Abnutzungserscheinungen an den Zähnen sind eine Form der Zahnerkrankung, die in der letzten Zeit immer häufiger auftritt. Hierbei sind nicht nur, wie man vermuten könnte, ältere Menschen betroffen, sondern auch schon ganz junge Erwachsene. Diese Abnutzungen der Zähne bei denen der komplette Zahnschmelz (äußere, weiße Schicht des Zahnes) verschwindet, entstehen aus verschiedenen Gründen. Allen gemeinsam ist, dass im Gegensatz zu den durch Karies entstandenen Zahnschäden, keinerlei Bakterien oder Zucker im Mundraum vorhanden sein müssen und diese somit auch bei Patienten mit sehr guter Mundhygiene entstehen können. Außerdem betreffen diese Abnutzungen meist nicht einzelne Zähne sondern gesamte Zahngruppen, wie zum Beispiel alle Frontzähne, oder sogar alle Zähne. Schon daraus lässt sich der Aufwand der Therapie eines solchen Gebisses erkennen.

Im Folgenden werden die einzelnen Unterschiede der Abnutzungen und deren Entstehung aufgezeigt: 

1. Abrasionen:
Abrasionen entstehen durch die mechanische Abnutzung (Abrieb) des Schmelzes. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese vermehrt bei älteren Patienten, durch den langen Gebrauch der Zähne, vorliegen. Durch Knirschen und Pressen (Bruxismus) kann diese Erscheinung aber auch schon viel früher zu Tage treten. Gerade in der modernen Welt, in der sehr viele Einflüsse, v.a. durch die neuen Kommunikationssysteme und Medien, auf unser Gehirn einwirken, entsteht ein großer, oft nicht bemerkter Stress. In vielen Fällen wird dieser Stress über vermehrtes Zähnezusammenbeißen und –reiben vor allem nachts abgebaut. Dr. Diether Reusch bemerkt: „Das Kauorgan dient dem Organismus als Werkzeug zur Entlastung der Psyche.“ Dies ist der Grund für vorzeitigen mechanischen Abrieb des Zahnschmelzes bei schon jungen Patienten von 20-25 Jahren. 

2. Erosionen:
Erosionen entstehen durch direkten Angriff von Säure auf den Zahnschmelz. Hierbei werden die Mineralien, die sich im Schmelz befinden herausgelöst. Im Ergebnis liegt dann die innere wesentlich empfindlichere Zahnschicht (Dentin) frei. Die Säureangriffe können hierbei durch verschiedene Faktoren entstehen. Einige seien hier genannt:

  • Magenerkrankungen/ Sodbrennen: Hierbei gelangt ständig Magensäure in den Mundraum und sorgt für einen kontinuierlichen Angriff auf den Zahnschmelz. 
  • Essstörungen/Bulämie: Durch häufiges Erbrechen entsteht ebenfalls ein saures Milieu im Mund, das zur Auflösung des Zahnschmelzes führt. Meist bei jungen Frauen. 
  • Essgewohnheiten/Ernährung:  Viel Früchte/ Fruchtsäfte/ Limonaden mit Fruchtsäure: Die meisten Früchte enthalten Fruchtsäuren, die direkt den Zahnschmelz schädigen. Viel Salate: Diese werden meist mit Essig angemacht. Essig ist wieder eine Säure, die den Zahnschmelz direkt angreift. 
  • Isotonische Sportgetränke oder Energydrinks wie z.B. Red Bull: Auch in diesen befinden sich Säuren, die den Schmelz direkt angreifen, aber auch sehr viel Zucker, der von Bakterien zu Säure umgewandelt wird. 

Man kann hier erkennen, dass oftmals eine extrem gesunde Ernährung auch zu Schäden an den Zähnen führt. Dieser Effekt kann nur durch Einhalten von besonderen Maßnahmen bei der Mundhygiene etwas ausgeglichen werden. Bei unserer Professionellen Zahnreinigung wird hierauf besonders eingegangen. Ihnen werden Tipps zur Verlangsamung des Schmelzabbaus gegeben. 

3. Kombination von Erosion und Abrasion:
Wird der Zahnschmelz durch o.g. Säurezufuhr angelöst, wird dieser rau und spröde und somit angreifbar. Kommt jetzt noch ein starkes Knirschen auf diesem so entstandenen schwachen Zahnschmelz hinzu, verschleißt dieser in einem sehr kurzen Zeitraum. 

Folgen der Abnutzungen: 

  • Durch den fehlenden Zahnschmelz entsteht oft eine Reizung des Zahnnervs und somit entstehen empfindliche bis sehr schmerzhafte Zähne
  • Oft bemerkt der Patient immer dünner werdende Frontzähne, die gräulich schimmern, Zahnkanten fransen aus oder brechen teilweise ab 
  • Auch Seitenzähne können bröckeln und abbrechen 
  • Durch den Schmelzverlust beißt der betroffene Patient tiefer zu. Oft sind dies bis zu 8 mm Verlust der Bisshöhe. Dadurch kann es zu Kompressionen oder anderen Veränderungen bis zur Arthrose im Kiefergelenk kommen, die teilweise sehr schmerzhaft werden können. 

Behandlung: 

  • Kunststoffschienen können bei Bruximus die Abrasion verlangsamen. 
  • Professionelle Zahnreinigung mit individueller Ernährungsberatung kann bei Erosionen ein verlangsamtes Fortschreiten erreichen. Allerdings ist hier die überdurchschnittliche Mitarbeit des Patienten gefordert. 
  • In einfacheren Fällen, kann durch Überkronen und eventueller Wurzelbehandlung einzelner Zähne die Überempfindlichkeit und der weitere Zerfall des Einzelzahnes aufgehalten werden. Allerdings wird sich der Prozess des Zahnschmelzverlustes an den nicht behandelten Zähnen weiter fortsetzen und es werden immer wieder Behandlungen weiterer Zähne folgen. Die abgesunkene Bisshöhe wird nicht korrigiert. 
  • Bei starken Abnutzungen mit Verlust der Bisshöhe. Hier sollte ein Gesamtkonzept mit genauer Diagnostik erfolgen. Es muss hier bei allen Zähnen der verloren gegangene Schmelz durch Keramik wieder ersetzt werden. Die Zähne werden wieder auf die Ausgangshöhe aufgebaut, der Verlust der Bisshöhe wird wieder ausgeglichen. Die ursprüngliche natürliche Funktion und Ästhetik des gesamten Gebisses wird hier wieder hergestellt. Durch minimalinvasives (zahnsubstanzschonendes) Vorgehen wird hier kaum weitere gesunde Zahnsubstanz geopfert, im Gegenteil, diese wird durch Keramik wieder ersetzt. Weitere Schäden an den Zähnen werden vermieden. Einer Kiefergelenkserkrankung wird vorgebeugt.

Ästhetische Zahnheilkunde

​Bei Umfragen gaben 50% der Patienten an, dass ihnen weiße und schöne Zähne sehr wichtig sind. Oft ist, durch gewisse Gewohnheiten, wie Rauchen oder Konsum von färbenden Nahrungsmitteln, die ursprüngliche Eigenfarbe der Zähne verändert. Die Zähne wirken gelb oder grau. Auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente wirken sich auf die Farbe und Oberfläche Ihrer Zähne aus. Um das natürlich junge Aussehen Ihrer Zähne wieder zu erlangen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl.

Bleaching

Eine professionelle Zahnaufhellung/Bleaching funktioniert nur beim Zahnarzt vor Ort. Dabei arbeiten ausgebildete Fachkräfte mit hochwertigen Produkten und ermöglichen eine bis zu 8 Stufen hellere Zahnfarbe. Hierbei wird, durch Aufbringen einer aufhellenden Substanz auf die Zahnoberfläche und das Einwirken für eine bestimmte Zeit, die Eigenfarbe des Zahnes aufgehellt. Eine speziell ausgebildete Assistentin deckt zuerst Ihr Zahnfleisch dicht ab und bringt den schonenden Aufheller auf die Zähne auf. Mit einer speziellen Lampe wird dieser dann aktiviert. Nach 1 bis 2 Stunden sind die Zähne schonend um 5-8 Farbstufen aufgehellt. Sie verlassen die Praxis nach einer Sitzung mit einem strahlenden Lächeln. Vor jedem Bleaching wird eine Professionelle Zahnreinigung durchgeführt.

​Veneers

Sollte einmal eine extrem dunkle Farbe vorliegen, oder die Zahnoberfläche dem Patieneten in seiner Struktur (Rillen, Rauhigkeiten) nicht gefallen und somit ein Bleaching nicht ausreichend sein, kann man auf Veneers zurückgreifen. Hierbei werden die Zähne im sichtbaren Bereich, also meist die Frontzähne und die ersten kleinen Backenzähne (Prämolaren), von außen mit einer hauchdünnen Keramikschicht überzogen. Dazu wird eine 0,5 mm dicke Schicht vom Zahn abgeschliffen (äußerst Zahnsubstanz schonend). Der so geschaffene Platz dient zum Aufsetzen einer im Labor gefertigten, dünnen und in Farbe und Form perfekt gestalteten Keramikschale. Mit dieser Methode lässt sich nicht nur die Farbe ändern, sondern auch die Form der Zähne. Auch störende Zahnfehlstellungen, wie zum Beispiel kleine Lücken, können korrigiert werden, so dass Sie von dem harmonischen und ästhetischen Ergebnis begeistert sein werden.
Kunststoff-Füllungen
Auch hochwertige Kunststoff-Füllungen tragen zu einem optisch perfekten Gebiss bei. Mit den modernen Composites (Kunststoffe) steht uns eine riesige Palette an Farben zur Verfügung, die eine perfekte Angleichung der Füllung an den natürlichen Zahn ermöglichen. Außerdem sind diese, bei korrekter Verarbeitung durch bestimmte Füllstoffe, gegen die im Mund anfallenden Belastungen sehr widerstandsfähig, wie zum Beispiel hohe Kaukräfte, thermische (zum Beispiel heißer Kaffee oder kaltes Eis) und chemische Belastungen, wie Säuren aus Säften. Durch die Rekonstruktion des ursprünglichen Kauflächenreliefs, wird sowohl die Funktion, als auch das ästhetische Aussehen des Zahnes in nur einer Sitzung wieder hergestellt.

Keramik-Inlays

Liegen größere Defekte im Zahn vor, ist es nicht mehr möglich direkt im Mund Füllungen anzufertigen. Es werden nach Abdrucknahme im Labor Füllungen aus Keramik oder Gold hergestellt, die dann in einer zweiten Sitzung in den Zahn eingesetzt werden. Natürlich ist es auch möglich, diese in Farbe und Form an den natürlichen Zahn anzupassen. Wir verwenden in unserer Praxis eine sehr stabile Glaskeramik (Empress 2®), die sowohl die Optik, als auch die Stabilität betreffend, die besten Eigenschaften aufweist.

Vollkeramik-, Galvanokronen

Neben den oben beschriebenen Vorteilen (s. biologisch verträglicher Zahnersatz) von Vollkeramik- und Galvano-Kronen im Bezug auf die Bioverträglichkeit, sind diese beiden Kronenarten auch in ästhetischer Hinsicht unschlagbar. Durch dicke Keramikschichten lässt sich ein durch und durch natürlicher Zahn in verschieden aufgebauten Schichten nachahmen. Diese sind von den natürlichen Zähnen oft kaum noch zu unterscheiden und übertreffen diese sogar meist in ihren optischen Eigenschaften.

Zudem werden diese Kronen (vor allem die Galvanokronen) vom Zahnfleisch sehr gut akzeptiert, so dass hier kein dunkelroter entzündeter Zahnfleischsaum um die Krone herum entsteht. Das Zahnfleisch und der darunter liegende Knochen bleiben gesund. Die hellrosa Farbe des Zahnfleisches zeigt Ihnen sofort, dass der Zahn vom Körper angenommen wird und bewirkt einen positiven, ästhetischen und gesunden Gesamteindruck von Ihrem Gebiss. Sollte sich aber doch mal das Zahnfleisch etwas zurückziehen, entsteht nicht wie bei den herkömmlichen Metalllegierungs-Kronen ein unschöner dunkler Rand.Aus den hier aufgeführten Vorteilen der Vollkeramik- und Galvanokronen ist ihr Hauptanwendungsbereich das Frontzahngebiet. Für den anspruchsvollen Patienten sind diese aber auch im Seitenzahngebiet, zur Gesunderhaltung des gesamten Gebisses und für eine biologische Integration des angefertigten Zahnersatzes, die beste Lösung.

​Implantologie

​Zähne ersetzen durch moderne Implantate

Kommt es doch einmal zum Zahnverlust, so sind Implantate oft eine komfortable und schonende Lösung, um einen verloren gegangenen Zahn zu ersetzen. Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, die in den Kiefer eingebracht wird. Nach Einheilen des Implantates kann dies auf verschiedene Weise mit einem Aufbau versorgt werden.
Einzelzahnlücken mit völlig gesunden Nachbarzähnen können durch das Einsetzen eines Implantates und die anschließende Versorgung mit einer Einzelkrone geschlossen werden, ohne das Abschleifen von Nachbarzähnen zur Aufnahme einer Brückenkonstruktion und somit ohne Zahnsubstanzverlust.
Totale Prothesen (komplett ohne Zähne) im Unterkiefer, stellen oft, durch den mangelnden Halt, für den Patienten ein großes Problem dar. In diesem Fall führen schon zwei Implantate, an denen dann die Prothese mit Hilfe verschiedener Konstruktionen befestigt wird, zu einem stark verbesserten Halt, größerer Kaukraft und Druckstellenverminderung.
Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt der Implantate ist, dass der Kieferknochen erhalten wird. Das bedeutet, der Knochen mit Implantaten bleibt erhalten. Anders als im zahnlosen Kiefer, bei dem der Knochen auf Grund der Nicht- oder Fehlbelastung abgebaut wird. Sollte das Knochenangebot an bestimmten Stellen für eine Implantation zu schwach sein, so kann mit Knochenersatzmaterial, das der Körper in einer Zeit von ungefähr 6 Monaten in Knochen umwandelt, ein passendes Knochenangebot geschaffen werden.
Nach einer Einheilzeit von 4 bis 6 Monaten können Implantate mit dem eigentlichen Zahnersatz versorgt werden. Dabei ist je nach Anzahl der gesetzten Implantate eine festsitzende (nicht herausnehmbare) Versorgung vom Einzelzahn, bis hin zur Versorgung eines vorher zahnlosen Kiefers mit festsitzenden Brücken, möglich. Implantate ermöglichen Prothesen einen besseren Halt, das sorgt für mehr Kaukraft. 

​Parodontologie

​Entweder durch Defizite in der Mundhygiene, aber auch durch erbliche Vorbelastung, kommt es bei einer großen Anzahl von Patienten vor allem im Erwachsenenalter zur so genannten Parodontitis, das heißt zur Erkrankung des Zahnfleisches (genauer zur Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates). Hierbei entzündet sich zuerst das Zahnfleisch (Gingiva). Diese Entzündung greift auf den die Zahnwurzel umgebenden Knochen über, welcher dann mit Abbau reagiert. Es entstehen messbar tiefe Zahnfleischtaschen, in welche Schmutz, Zahnstein, Bakterien und deren Ausscheidungsprodukte eindringen. Diese lassen sich durch den Patienten nicht mehr entfernen. Um diese Taschen zu säubern und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, müssen die entstandenen Taschen durch den Zahnarzt gereinigt werden. Das tückische an einer Parodontitis ist, dass diese, ausgenommen von akuten Phasen, vom Patienten kaum wahrgenommen wird, da sie oft völlig schmerzfrei abläuft. Bleibt sie unbehandelt, führt sie aber über den Verlust von Knochen zur Zahnlockerung und am Ende zum Zahnverlust. Oft ist die Parodontitis-Behandlung die vorrausgehende Therapie, um dann weitere Zahnbehandlungen wie das Setzten von Implantaten oder die Versorgung mit Zahnersatz folgen zu lassen. 

Mit einem, speziell für diese Behandlung entwickelten, Ultraschallgerät werden die Zahnfleischtaschen schonend gereinigt. Zahnstein, Bakterien und entzündliches Gewebe werden entfernt und die Wurzeloberfläche geglättet. Da sich von selbst kein neuer Knochen mehr bildet, wird vom Patient eine überdurchschnittliche Mundhygiene gefordert. Dadurch bleiben die Taschen möglichst lange sauber. Prophylaxemaßnahmen unterstützen die Therapie und sind dabei unumgänglich. Bei tieferen Taschen kann chirurgisch eingeschritten werden. Stark fortgeschrittene Defekte können mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt werden. Entzündliche Taschen können mit DNA-Sondentests auf die verursachenden Erreger untersucht und so mit dem passenden Antibiotikum behandelt werden. Entweder als herkömmliche Tablette oder mit einem direkt in die Tasche eingelegten antibiotikagetränkten Faden.

​Füllungstherapie

​Hierbei wird unterschieden in direkte Füllungen, also solche die direkt im Patientenmund hergestellt werden, und indirekten Füllungen. Diese werden nach einem Abdruck im Labor gefertigt. Die direkten Füllungen werden für kleine bis mittelgroße Defekte im Zahn angewandt. Im Moment sind die am Meisten eingesetzten Füllungswerkstoffe die Kunststoffe (Composites). Diese Gruppe ist außerordentlich vielfältig in ihrer Zusammensetzung, Qualität, Ästhetik und Verarbeitungsweise.

Für indirekte im Labor hergestellte Füllungen (Inlays), stehen uns Gold- oder Keramikinlays zur Verfügung. Natürlich bietet uns Keramik hierbei die ästhetisch schönere Variante. Der Anwendungsbereich von Inlays ist bei mittelgroßen Defekten anzusiedeln.


​Kinderzahnheilkunde

​Schöne und gesunde Zähne ein Leben lang,
fängt in frühen Jahren an

Besonderen Wert legen wir in unserer Praxis auf eine altersgerechte Gestaltung unserer Kinderbehandlung, die unter dem Motto Vorbeugen statt Bohren steht. Die Zähne Ihrer Kinder können von Anfang an gesund erhalten werden. Die Grundlage dazu sind eine bewusste Ernährung, altersentsprechende Zahnpflege, Schmelzhärtung durch Fluoride und regelmäßige Kontrolle.

Milchzahnpflege
Gesunde Zähne sind kein Zufall. Schon die ersten Zähne, die Milchzähne, brauchen eine besondere Pflege. Ihr Zahnschmelz ist besonders dünn und weich und kann daher schnell durch Karies (Zahnfäule) angegriffen werden. Bereits der erste Zahn sollte mit einer Fingerbürste oder mit einer besonders weichen Kinderzahnbürste regelmäßig gereinigt werden. Die Erhaltung der Milchzähne spielt für die Entwicklung des Kiefers eine sehr wichtige Rolle. Auch die spätere Stellung der bleibenden Zähne hängt vom Erhalt der Milchzähne ab. Bis zum Alter von 6 Jahren sind hauptsächlich die Eltern für die Zahnhygiene der Kleinen verantwortlich. Durch frühzeitige Untersuchungen und Kontrollen der Zähne, sowie durch individuell gestaltete Vorsorgeprogramme können die Zähne von Kindern systematisch geschützt werden. 

Individualprophylaxe für Kinder 

  • Zahnputztechnik , auf das jeweilige Alter und die motorischen Fähigkeiten des Kindes abgestimmt, wird das richtige und kindgerechte Zähneputzen eingeübt. Mit individuell abgestimmten Tipps wird die Zahnpflege Ihres Kindes optimiert. In viertel- oder halbjährlichen Abständen wird das Zähneputzen von uns kontrolliert. Um die Zähne kariesfrei zu halten, werden diese fluoridiert und eventuell auch versiegelt.
  • Speicheltest. Karies wird von Bakterien, die im Zahnbelag und im Speichel vorkommen, verursacht. Die Höhe des Vorkommens, kariesverursachender Keime (Streptokokken Mutans und Laktobazillen) kann mit Hilfe eines Speicheltests festgestellt werden. Schon bevor Defekte an den Zähnen entstehen, kann das bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägte Kariesrisiko ermittelt werden. Wir als Zahnärzte haben dann die Möglichkeit, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die Zähne auch weiter gesund zu erhalten. Das Ergebnis des Speicheltests liegt noch innerhalb der Sitzung vor. Je nach individuell bestimmtem Kariesrisiko werden die Intervalle für die von uns durchgeführte Professionelle Zahnpflege festgesetzt. Bei hohem Kariesrisiko werden hierbei notwendige kariesverhindernde Maßnahmen ergriffen. Zum Beispiel durch individuelle Medikamententräger, die mit kariesreduzierenden Wirkstoffen getränkt sind. Übrigens sind die eben beschriebenen Maßnahmen nicht selten auch bei Erwachsenen sinnvoll. 
  • Aufbringen von karieshemmenden Gelen, durch das Aufbringen von Fluorid- oder Chlorhexidinpasten auf die Zahnoberfläche, wird der Zahnschmelz gehärtet oder die im Mund vorhandenen Kariesbakterien abgetötet. Dies kann durch einfaches Aufbringen der Gele in der Praxis oder aber über Medikamentenschienen, die einige Minuten über die Zähne gestülpt werden, durchgeführt werden. Welche Methode und welches Gel für Ihr Kind das richtige ist, muss individuell entschieden werden. 
  •  Kauflächenversiegelung , hierbei werden die auf der Oberfläche der Zähne von Natur aus vorhandenen Rillen und Furchen (Fissuren) mit speziellen Kunststoffen verschlossen, so dass sich hier keine kariesverursachenden Bakterien ansiedeln können. Dies ist nur bei gesunden oder leicht angegriffenen Zähnen möglich und macht so hauptsächlich bei frisch durchgebrochenen Seitenzähnen im Kindes- und Jugendalter Sinn, ist aber auch bei nicht beschädigten Erwachsenenzähnen zur Vorsorge möglich. 

Schutz der Frontzähne beim Sport
Im Kindes- und frühen Jugendalter sind die bleibenden Frontzähne beim Sport und anderen Freizeitaktivitäten, durch ihre exponierte Lage im Kiefer, besonders der Gefahr von Verletzungen, die bis zum Zahnverlust führen können, ausgesetzt. Um solche Schäden weitestgehend zu vermeiden, bieten wir einen Sportzahnschutz an, ähnlich dem, den Boxer und Eishockeyspieler tragen. Der Sportzahnschutz besteht aus einem weichen, farblosen oder bunten Kunststoff. 

Was, wenn es doch zu Karies kommt? 
Milchzähne müssen länger halten als man denkt! So fallen die letzten Milchzähne im Alter von ca. 11-12 Jahren aus und sind somit 10 Jahre in Gebrauch. Bis dahin übernehmen sie wichtige Funktionen für die Gebiss- und Kieferentwicklung. Deshalb sollten die Milchzähne nach Möglichkeit erhalten werden, um Schädigungen oder Fehlstellungen der bleibenden Zähne und des Kiefers zu vermeiden. Sollte es dennoch zu einem Loch im Kinderzahn gekommen sein, bieten wir bunte Füllungen an. Für stärker zerstörte Zähne gibt es Kinderkronen. Bei Verlust einer größeren Anzahl von Zähnen kann durch Kinderprothesen die Funktionsfähigkeit der Gebissfunktion Ihres Kindes erhalten werden. 

Wie bereiten Sie Ihr Kind auf die Behandlung vor?
Sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Kind ausgeruht zur Behandlung kommen. Sprechen Sie ruhig mit ihm und erklären ihm, dass beim Zahnarzt die Zähne repariert werden können. Zeigen Sie auf keinem Fall Ihre eventuell bei sich selbst vorhandenen Zahnarztängste. Betonen und versprechen Sie bitte nicht, dass es nicht wehtun wird. Dies führt bei Ihrem Kind sofort zu einem Misstrauen. 

In der ersten Begegnung mit Ihrem Kind werden wir langsam auf dieses eingehen. Haben Sie Geduld, auch wenn sich eine Behandlung mal auf mehrere Sitzungen erstrecken wird. 

Was tun bei sehr ängstlichen Kindern? 

  • Sedierung - Bei sehr ängstlichen oder unzugänglichen Kindern kann eine Behandlung mit einem Schlafsaft durchgeführt werden. Diese Behandlungsart kann allerdings nur erfolgen, wenn bis zu 2 Zähne behandelt werden müssen. 
  • Narkose - Bei behandlungsunwilligen Kindern oder bei sehr umfangreichen Zahnbehandlungen bei denen sehr viele Zähne repariert oder sogar gezogen werden müssen, kann eine Behandlung unter Narkose gemacht werden, die von einem speziell dafür ausgebildeten Anästhesisten durchgeführt wird.

​Zahnersatz

​Biologisch verträglicher Zahnersatz

Natürlich bieten wir auch den seit Jahren bewährten Zahnersatz an. Beginnend bei Einzelkronen und Brücken über herausnehmbare Teilprothesen, bis hin zur Totalprothesenversorgung. Auch in dieser Sparte gibt es eine große und vielfältige Auswahl an Versorgungsmöglichkeiten.

Viele medizinische Studien an Kronen haben bewiesen, dass Metall-Legierungen (diese bestehen aus mehreren verschiedenen Metallsorten) im Mund durch "rostähnliche" Vorgänge zu Irritationen und lokalen Vergiftungen des Zahnfleisches führen, welches die Krone umgibt.

Dies äußert sich oft in Entzündungen, Zahnfleischrückgang und den damit einhergehenden freiliegenden, unschön dunkel gefärbten Kronenrändern. Sowohl die günstigen Nichtedelmetall-Legierungen, als auch die hochgoldhaltigen Edelmetall-Legierungen (meist nicht korrekt als Gold bezeichnet) unterliegen, wenn auch in geringerem Maße, diesen Korrosionsvorgängen, die dazu führen dass Metallbestandteile in das Zahnfleisch wandern. Zusammen mit all den anderen, durch unsere Umwelt dem Körper zugeführten Belastungen, kann somit auch eine Belastung für unseren Gesamtorganismus nicht ausgeschlossen werden, da sich diese negativen Einflüsse summieren.

Deshalb ist es unser Bestreben dem Patienten Materialien anzubieten, die nicht zu oben genannten Vorgängen führen, also frei von Metall-Legierungen und somit biologisch verträglich sind. Wir bieten Ihnen:

Wurzelstifte aus Glasfaser

Vollkeramikkronen: Das heißt, es wird keinerlei Metall verwendet. Die Kronen sind ganz aus Keramik gefertigt. In diesem Bereich stehen verschiedene Keramiktypen und Techniken zur Verfügung. Bei uns werden diese seit einem Jahr mir der modernen CAD/CAM-Technik (per Computer) gefertigt .Genaueres  hierzu finden Sie beim Unterpunkt "Zahntechnisches Labor".

Galvanokronen: Hierbei befindet sich eine dünne Schicht aus reinem Gold unter der Keramik und führt zu einer unübertroffenen Passgenauigkeit. Durch den Einsatz von reinem Gold, kommt der "Rostvorgang" nicht in Gang. Das umgebende Zahnfleisch bleibt gesund. Durch die dicke Keramikschicht sind diese Kronen auch aus ästhetischer Sicht selbst durch Vollkeramikkronen kaum zu übertreffen.